Bei dieser Unverträglichkeit kommt es zur Störung der Fruchtzuckeraufnahme (Fruktose).

Normalerweise wird Zucker von den Dünndarmzellen vollständig aufgenommen und in den Körper weitergeleitet. Bei einer Malabsorption ist das nicht der Fall. Es fehlt ein Protein, das für den Transport der Fruktose zuständig ist. Sorbit, ein Zuckeralkohol (E320) blockiert ebenfalls den Transport, so dass sich die Beschwerden noch verstärken.

Abgrenzen muss man die Malabsorption gegen die seltener vorkommende Fruktose-Intoleranz, die durch einen angeborenen Enymdefekt ausgelöst wird. Das ist eine lebenslang bestehende Störung, die strengste Fruktose freier Kost bedarf.

Niedriger Fruktosegehalt

  • Avocado, Banane, Papaya, Rhabarber
  • alle Nüsse und Samen
  • Traubenzucker, Malzzucker, Süßstoffe (Saccharin, Aspartam, Cyclamat, Acesulfam, Steviosid), Maltodextrin

Mittlerer Fruktosegehalt

  • Ananas, Aprikose, Clementinen, Erdbeeren, Grapefruit, Heidelbeere, Holunder, Orange, Papaya, Pfirsich, Kiwi, Johannisbeere, Sauerkirsche, Stachelbeere
  • Haushaltszucker (brauner Zucker, Rohrzucker, Kandis, Puderzucker, Vanillezucker), Ahornsirup, Ursüße, Rübenkraut, Glucose-Fruktosesirup

Hoher Fruktosegehalt

  • Apfel, Birne, Dattel, Feige, Mango, Pflaume, Traube, Rosinen, Trockenfrüchte
  • Fruchtzucker, Fruktosesirup, Fruktose-Glukosesirup, Honig
  • Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Isomalt, Xylit, Maltit, Mannit), Apfelkraut, Birnendicksaft

Symptome

  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Blähungen
  • Übelkeit oder Abgeschlagenheit.

Fruktose-Intoleranz ist die häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Europa. Fast jeder dritte Europäer leidet an den Folgen einer solchen Fruchtzuckerunverträglichkeit.

 

Therapie

1. Ca. 2 Wochen: Karenzzeit zur Beschwerdereduktion

  • Fruktose arme Kost
  • Verzicht auf Zuckeralkohole, wie Sorbit in Light-Produkten
  • Unterstützung der Fruktoseresorption durch die gleichzeitige Aufnahme von Glukose

2. Ca. 6 Wochen: Erweiterung der Nahrungsmittelauswahl

  • Prinzipien der leichten Vollkost
  • Fruktose modifizierte Kost
  • Wiedereinführung von verschiedenen Obstsorten
  • Verzicht auf Zuckeralkohole

3. Dauerernähung

  • Individuelle Ernährungsempfehlungen

 

Mein Blog ist kein Ersatz für den Besuch bei einem Ernährungsberater, Diätologen oder Arzt.